Wer sich in Sachen Altersvorsorge nur auf die staatlichen Leistungen aus den Sozialversicherungen verlässt, baut die finanzielle Versorgung im Alter auf sehr wacklige Beine. Denn das Sozialsystem kämpft in Deutschland schwer mit dem demographischen Wandel: Immer mehr Menschen bekommen immer länger Geld aus der Rentenkasse, während immer weniger Menschen immer kürzer einzahlen. Nicht viel besser sieht die Lage bei der Pflegeversicherung aus. Schon jetzt müssen die Betroffenen oder ihre Angehörigen im Extremfall bis zu 60 Prozent der Pflegekosten selbst tragen. Das sind bis zu 2.000 Euro pro Jahr. Wer nicht rechtzeitig vorsorgt und eine Versicherung für die private Pflegerente abschließt, läuft also Gefahr, im Alter zu verarmen.
Darum ist Vorsorge wichtig
Schon wenige Jahre nach der Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung waren die Kassen leer. Zwar wurde versucht, die Leistungen für die Betroffenen und ihre Angehörigen zu verbessern, doch weil die Pflegekosten steigen, kann die gesetzliche Versicherung nur noch für einen Teil der Rechnungen aufkommen. Die jüngste Reform, die zum 1. Januar in Kraft treten soll, bringt zwar einige Erleichterungen, aber zunächst einmal höhere Kosten für die Versicherten, weil der Beitrag um 0,1 Prozent steigt. Dafür gibt es allerdings auch einen staatlichen Zuschuss für Versicherte, die privat vorsorgen, etwa mit einer Pflegerente.
Gründlich vergleichen lohnt sich
Zwar sind den Versicherern enge Grenzen gesteckt, wenn es darum geht, Beiträge und Leistungen für die Pflegerente zu kalkulieren, weil sie sich an den Richtlinien für private Krankenversicherungen orientieren müssen. Aber trotzdem kann sich der Kunde aus den einzelnen Elementen des Vertrages eine Versicherung nach seinen Wünschen maßschneidern lassen. Abwarten zahlt sich in diesem Fall nicht aus. Denn je früher der Vertrag abgeschlossen wird, umso günstiger sind die Beiträge. Und die Zahl der Pflegefälle wird weiter steigen. Bis 2030 werden vier Millionen Bedürftige erwartet.
